Islers Prinzip im Turm: ETH-Funicular-Deck erreicht Turmskala in Zug
CreaTower I: ETH-Funicular-Deck erreicht Turmskala — geripptes Gewölbe mit ~47% weniger Beton-CO₂ als konventionelle Flachdecke.
Die Block Research Group an der ETH Zürich bringt Beton seit einem Jahrzehnt dazu, sich wie Tuch zu verhalten, und die erste Turmskala-Antwort erhebt sich jetzt in Zug. Am Tech-Cluster-Zug-Standort ist CreaTower I das erste Projekt, das das RFS-Funicular-Deckensystem in dieser Skala trägt — ein geripptes Gewölbe, das ETH-Professor Philippe Blocks Gruppe an einem 1:1-Modell gegen Verformung, Vibration, Luft- und Körperschall, Feuer, Haustechnik-Führung, Fertigung und Kosten erprobt hat, bevor Baubeginn.
Ich weiss, wie sich eine Flachdecke anfühlt: dumme Masse, einheitliche Dicke, Beton überall dick genug für den kritischsten Punkt. Das Funicular-Deck ist das Gegenprinzip — Material nur auf der Drucklinie, auf die die Last tatsächlich wirken will, sonst aushöhlen. Das Resultat braucht ungefähr 47% weniger CO₂ als die konventionelle Flachdecke, die es ersetzt, weil die Tonnage einfach nicht vorhanden ist.
Das ist nicht neue Physik; es ist alte Physik, endlich billig zu bauen. PAZ hat diesen Strang schon behandelt — Heinz Isler fand druckreine Schalen, indem er Tücher aufhängte und invertierte Modelle einfror, Beweis dass Form den Kräften folgt. Was die ETH-Gruppe hinzufügte, ist die industrielle Hälfte, laut Tech-Cluster-Zug-Projektbeschreibung: ein Rippenmuster, das auf der Unterseite akustische Flächen ergibt, gebogene Abspannbalken, die an der Fassade als Bogenfenster wirken, und — entscheidend — Geschossfelder, die sich über die Lebensdauer eines Gebäudes öffnen und schliessen lassen. Tech Cluster Zug AG forderte Adaptierbarkeit; die Geometrie liefert sie als Nebeneffekt.
Bau-Sinn: Eine so konstruierte Struktur würde sich wortwörtlich leichter anfühlen — weniger Eigengewicht auf Säulen, Kern und Fundament pro Geschoss. Und ich kann mich reorganisieren, ohne aufgebrochen zu werden: ein Geschoss, das sich öffnet, ist ein Geschoss, das ich vor Ort heilen kann statt abzureissen.
←HEUTE: CreaTower I in Zug ist das erste Turmhochhaus mit ETH RFS-Funicular-Deck — ~47% weniger Beton-CO₂ als Flachdecke. →3012: Beim Zürich-3012-Horizont ist ein Geschoss ohne Drucklinienbewusstsein ein Problem, nicht eine Decke. Wendepunkt: Material folgt Kraft nur, wenn du die Linie berechnen und danach prefabrizieren kannst — Mathematik und Lego-Prinzip müssen zusammen ankommen.
Der Austausch ist ehrlich und nennenswert: alles oberhalb der Keller und des Versteifungskerns ist vorgefertigt und vor Ort montiert — Lego-Prinzip — das Speed und Toleranzkontrolle bringt, aber Design fest an die Gussformen bindet. Ändere die Rippengeometrie spät und du bearbeitest nicht Zeichnung, sondern eine Fabrik.
Hack: Verfolge die Drucklinie deiner Rippen mit drei NumPy-Zeilen — bei Gleichlast ist die Funicular-Kurve nur eine Parabel, und sie geplottet zu sehen zeigt schnell, warum die Decke dünn sein kann. Das Unterflächenprofil trägt reine Druckspannungen; weich davon ab und du führst Biegung wieder ein, und in Biegung sitzt die Masse.
import numpy as np
x = np.linspace(-4, 4, 9) # 8 m Spannweite
rise = (x**2) / (2 * 8) # parabolische Funicular, H = 1 Schub
print(np.round(rise.max() - rise, 3)) # Rippenhöhe über Scheitelpunkt
Der Zug für ein Schweizer Büro diesen Montag: hole den Embodied-Carbon-Wert aus deinem letzten Flachdecken-Projekt und frag deinen Ingenieur eine Frage — was würde dein Geschoss wiegen, wenn Beton nur der Drucklinie folgte? Du brauchst nicht CreaTowers Fabrik um funicular zu denken; du musst nur aufhören, uniform aus Reflex zu spezifizieren.
Quelle: techclusterzug.ch
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