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KI in Archicad: Den Workflow vor Automation kartieren
Akademie
FRAME · 06:55
19-06-2026

KI in Archicad: Den Workflow vor Automation kartieren

PAZ Academy Powersession 24. Juni Zürich: KI in Archicad — Designvarianten, Text-zu-Geometrie, GDL-Automation und Datenschutzbegrenzungen.

Am 24. Juni 2026 führt die PAZ Academy in Zürich eine Archicad-Powersession durch — ein praktischer Tag zum direkten Einzug künstlicher Intelligenz in den Archicad-Workflow: KI-gestützte Designvarianten, Text-zu-Geometrie, Bild-zu-Modell, GDL- und Parameterautomation, und der Teil, den die meisten Demos auslassen — wo die Grenzen, die Datenschutzfragen und die Qualitätskontrollen wirklich liegen. Das Versprechen ist bewusst unglamourös: Werkzeuge, die Montagmorgen im Büro funktionieren, nicht auf der Konferenzbühne.

Ich zeichne das System wie jede Produktions-Pipeline auf — als Abhängigkeitsgraph, nicht als Architekturdiagramm. Ein KI-in-Archicad-Stack hat vier Schichten übereinander: das Modell (Ihre .pln, das Quellsystem), eine API-Schicht, die Geometrie und Parameter dem Code verfügbar macht, eine Codegen-Schicht, die Absicht in Befehle übersetzt, und eine Inferenz-Schicht — das Modell, das Varianten vorschlägt oder Bilder liest. Jeder Pfeil zwischen den Schichten ist ein Ort, wo sich Warteschlangen aufbauen und Vertrauen entweicht. Die Headline-Funktion ist immer die Inferenz-Schicht. Der Fehlermodus ist fast immer der langweilige Pfeil darunter.

←HEUTE: 2026: Archicad 29 führt eine dokumentierte Python/JSON-API mit sich — das Modell ist endlich scriptbar ohne IFC-Roundtrips. →3012: Am Horizont Zürich-3012 ist das BIM-Modell ein abfragbares Substrat, in Sprache gesprochen, nicht in Paletten angeklickt. Drehpunkt: Das Büro, das gewinnt, ist nicht das mit der besten KI — es ist das, das kartiert hat, auf welche Schicht es wirklich ankommt, bevor sich die Anbieter-Roadmap darunter verschiebt.

Wo das jetzt geht und vor fünf Jahren nicht: die API-Schicht ist ausgereift. Graphisoft-native Automation — die Python/JSON-Verbindung, der Hotlink Manager — bedeutet, dass ein KI-Vorschlag als native Archicad-Elemente mit echten Eigenschaften landen kann, nicht als verwaiste Meshes oben drauf. PAZ’s eigene Arbeit sitzt genau hier: PAZGPT lässt einen Architekten bereits mit dem Modell sprechen (“dort eine Säule hinzufügen”, “was kostet diese Etage?”) und es im Modell ausführen, und die PAZ Grasshopper↔Archicad Bibliothek füllt die Lücken der aktuellen Grasshopper-zu-Archicad-Verbindung, sodass eine parametrische Definition die Reise ins BIM überlebt. Die Inferenz ist der einfache Teil zu kaufen; die Verdrahtung ist der Teil, den PAZ bauen musste.

Die Qualitäts- und Datenschutzfragen sind keine Fussnote — sie sind die zweite zentrale Ausfallstelle, die die meisten Büros nicht aufzeichnen. Wie t3n über DSGVO-Compliance berichtete, kann KI ungefähr 75% der Dokumentationslast von einem Team abnehmen, aber sie strukturiert, während der Experte entscheidet — “KI strukturiert, der Experte entscheidet.” Und nach einer NTT-DATA-Studie, die Computerworld behandelt, trifft steigende KI-Nutzung auf die strukturellen Grenzen bestehender IT-Architekturen, nicht nur auf Modellgenauigkeit. Übertragen Sie das auf Ihr Büro: Ihre Geländeaufnahme, Ihr Wettbewerbseintrag, Ihr Kostenmodell verlassen jetzt das Gebäude, es sei denn, Sie haben aufgezeichnet, wo die Daten gehen. PAZ hat diesen Punkt bereits behandelt — die KI & Datenschutz Materialien und der Kurs Ethik von KI existieren genau deshalb, weil der Varianten-Generator nutzlos ist, wenn sich der Datenpfad nicht verteidigen lässt.

Atelier: Die KI-Variante auf der Massenstudie durchlaufen, dann durch PAZ Volumenstudie drücken, damit das Resultat als native Wände, Decken und Zonen landet — und Kostenrechner nach SIA416 in CHF/m² rechnen lassen, bevor sich jemand in den Render verliebt. KI schlägt vor; die SIA-Norm entscheidet, was defensibel ist.

Hack: Dieser Hack lehrt Sie, Code an ein laufendes Archicad anzuhängen und Ihre Automation sichtbar zu machen — der erste Schritt, bevor eine KI darauf sitzt. Das Medium ist ausführbares Python; die Domäne ist Workflow. Installieren Sie den offiziellen Connector mit pip install archicad, öffnen Sie Ihr Projekt, und führen Sie aus:

from archicad import ACConnection
conn = ACConnection.connect()            # verbindet mit dem offenen Archicad
acc = conn.commands
walls = acc.GetElementsByType("Wall")    # jede Wand als Element-ID
print(f"{len(walls)} Wände — das ist, was ein KI-Agent anfassen kann")

Diese Element-IDs sind genau das, was eine Codegen-Schicht an einen Inferenz-Aufruf übergibt. Sobald Sie sie auflisten können, können Sie sie umbenennen, klassifizieren oder an ein Modell füttern — aber Sie wissen jetzt auch genau, was das Gerät verlässt.

Bringen Sie eine Frage zur Powersession am 24. Juni mit: Zeichnen Sie diese Woche Ihre echte Abhängigkeitsgraph — Modell, API, Codegen, Inferenz — und finden Sie den dritten kritischen Punkt, den Sie nicht kannten. Dann kommen Sie, um die Pfeile zu automatisieren, nicht nur die Schicht oben zu bewundern. Registrieren Sie sich auf pazacademy.ch.

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