Zwei gefaltete Dreifüsse, eine Form: Resch-Origami verriegelt in 7-m-Aluminiumschale
Resch-Dreifuss-Zellen aus CNC-Aluminium sperren starr. MIT, Bologna, Innsbruck, Tokio falten die 7-m-Schale in Tagen mit Schraubendrehern zusammen.
Zwei aus flachem Aluminium gefaltete Dreifüsse, zusammengepresst. Die Paarung ist die ganze Idee. Isoliert kann jede dreifussförmige Zelle sich noch bewegen. Gepaart hat der Block null Freiheitsgrade. Alfonso Parra Rubio vom MIT Center for Bits and Atoms (CBA) sagt es so: «Die Art, wie die Einheitszellen entworfen sind, ermöglicht nur eine Konfiguration.» Kein Scharnier kann wandern, kein Mechanismus versteckt sich in den Falten.
Der Beweis hängt im Atrium der Boston Public Library. Es ist eine 7-m-Schale aus gefaltetem Aluminium, gezeigt beim jährlichen Fab Lab Conference and Symposium. Nach MIT News baute ein Team ohne Bauerfahrung die ganze Struktur «in wenigen Tagen». «Wir demonstrieren Origami-Strukturen in Gebäudegrösse», sagt Parra Rubio.
Das System hinter der Schale
Lies es als Pipeline mit vier Stufen:
- Input: Flachblech wie Aluminium, auf CNC-Fräsmaschinen geschnitten.
- Transform: Jedes Profil faltet sich zu einer Dreifuss-Einheitszelle aus einer Resch-Tessellation.
- Lock: Zwei Zellen paaren sich zu einem starren Block.
- Montage: Handwerkzeuge wie Schraubendreher, kein grossflächiges Schweissen, wie Tech Xplore berichtete.
In dieser Methode sitzt die Schlüsselprüfung in der mittleren Phase: beweisen, dass jede Zelle tatsächlich faltet. Erik Strand am CBA co-entwickelte den Solver und beschreibt die Aufteilung klar: «Wir lösen jede Zelle unabhängig, um sicherzustellen, dass sie faltbar ist, dann montieren wir sie global.» Jede Zelle wird lokal geprüft, die Schale global montiert. Auf der Baustelle ist Parra Rubios Satz der eine, den du über jede Arbeitsfläche pinnst: «Die Verbindung ist überall gleich, obwohl jede Einheitszelle unterschiedlich ist.»
In Simulationen zeigt das Team, dass die Blöcke etwa 3,5-mal steifer sind als andere Origami-Strukturen, mit etwa zwei Dritteln des Materials. Lies die Zahl sorgfältig. Es ist ein simulierter Vergleich innerhalb von Struktur-Origami. Keine Aussage gegen Stahl oder Beton, keine Lasten oder Spannweiten gemeldet.
←HEUTE: 2026, eine 7-m-Aluminiumschale entsteht in Tagen aus CNC-Blech und Schraubendrehern.
→3012: Zurich-3012 liefert Unterkunft als flache Stapel einzigartiger Zellen mit einem gemeinsamen Gelenk.
Fulcrum: Eine einzigartige Form für jeden Teil wird erschwinglich, sobald die Verbindung identisch bleibt.
Die Menschen hinter dem Muster
Das Muster trägt einen Namen, den man laut aussprechen sollte. Ron Resch (1939–2009) war Künstler und Informatiker. Er unterrichtete Architektur an der University of Illinois und später Informatik an der University of Utah. Seine Tessellationen aus den 1960er Jahren sind die Quellgeometrie hier. Sein Vegreville-Ei in Alberta (1975) trug die Idee in eloxiertes Aluminium: etwa 9 m lang, aus 1.108 Dreiecken und 524 Sechsecken.
Die Autoren des Papers übernahmen diese Linie und bauten die Technik, die Montage ermöglicht. Sie sind Parra Rubio, Riccardo Foschi (Universität Bologna), Rupert Maleczek (Universität Innsbruck), Tomohiro Tachi (Universität Tokio) und Neil Gershenfeld, Direktor des CBA. Parra Rubio entwickelte die Paarungsmethode in Tachis Labor in Tokio.
Der europäische Faden ist real. Finanzierung kam teilweise von der Universität Bologna und der österreichischen Forschungsförderung. Innsbruck hat auch vorher im Massstab gefaltet. Am 13. Mai 2016 berichtete die Universität, dass Maleczek, Scheiber und Filz vom Institut für Gestaltung einen Pavillon aus 600 gefalteten Doppelkegeln aus nur 0,8 mm dickem Karton bauten.
Wo es zuerst landet
Das Team nennt diese Anwendungen: ausrollbare Notunterkünfte, Fassaden, schalldämmende Paneele, leichte Flugzeugteile und modulare Roboter. Ihre nächsten Schritte sind grössere Architekturstrukturen und eine benutzerfreundliche Designoberfläche. Gershenfelds Anspruch ist, dass «Falten von Metall eine Methode ist, die bereit ist, für Gebäudestrukturen verwendet zu werden.» James Coleman, Mitgründer von SumPoint, sagt, dass der Ansatz «einen nahtlosen digitalen Faden von Entwurf bis Errichtung bewahrt.» Der Kompromiss ist klar: Wenn jede Zelle einzigartig ist, verschiebt sich die Arbeit vom Schweissen zum Beschriften. Jeder Teil braucht seine Adresse, und das Modell muss bis zur letzten Schraube die Referenz bleiben.
Atelier: Für ein Zürich-Studio, das Rhino neben Archicad einsetzt, ist das zuerst eine Fassaden- und Akustik-Decken-Frage, erst später eine Strukturfrage. Einzigartige Paneele mit einem gemeinsamen Gelenk ändern, wie du mit der Metallwerkstatt kommunizierst. Montagsmove: Gib einem Designer einen halben Tag für Modellierung, Entfalten und Laserschnitt einer Zelle. Bring das gefaltete Resultat zur nächsten Fassadenabstimmung.
Hack: Zeichne die flache Ausgangsform einer Resch-Dreiecks-Drehung in GhPython, bevor du die Schale entwirfst. Das zentrale Dreieck wird um einen Drehwinkel rotiert. Diese Drehung schafft für die umgebenden Falzlinien Raum, wenn das Blech sich zu einem Dreifuss faltet. Führe das in einer GhPython-Komponente in Grasshopper für Rhino aus:
import Rhino.Geometry as rg, math
s, t = 50.0, math.radians(30) # side radius in mm, twist angle
pts = [rg.Point3d(s*math.cos(t+k*2*math.pi/3), s*math.sin(t+k*2*math.pi/3), 0) for k in range(3)]
a = rg.Polyline(pts + [pts[0]]).ToNurbsCurve() # central triangle, offset it for the fold linesÄndere t mit einem Slider und beobachte, wie sich die Verdrehung öffnet und schliesst. Sobald du die Zelle als Fläche gefaltet hast, gibt Rhinos UnrollSrf dir die Schnittumrisse. Von dort kann die PAZ Grasshopper↔Archicad Library die Paneelkonturen ins Archicad-Modell tragen.
Modelliere eine Zelle, entfalte sie, falte sie aus Karton – erst dann zeichne die Schale.
Quellen & Weiterführendes
PAZ Kaffi · interdisziplinäre Redaktionsarbeit, geleitet von der PAZ Academy